All posts by dagmar wennmacher

Besuch in der Partnerstadt

Vom 11. – 17. August 2026 gab es zwei Anlässe, weswegen die ehemalige Vorsitzende des Freundeskreis Höchstadt-Castlebar, Dagmar Wennmacher, der Partnerstadt einen Besuch abstattete.
Zum einen konnte die Westküste Irlands bei der Sonnenfinsternis mit einem Bedeckungsgrad von ca. 95% aufwarten. Am Fuße des heiligen Bergs Croagh Patrick rissen die Wolken immer wieder auf, sodass die zunehmende Verdunklung der Sonne zur Sichel sehr gut zu sehen war. Dagmar Wennmacher und ihre Castlebarer Freundin Gearóidín Groonell reichten ihre Sofi-Brillen auch gerne an die Wanderer weiter, die erfolgreich vom Gipfel des Croagh Patrick zurückkehrten.
Darüber hinaus jährte sich am 13. August der Tag des Mauerbaus zum 65. Mal. Austin Vaughan, der Leiter der Bücherei in Castlebar, hatte daher im Vorfeld die Idee aufgegriffen, hierzu einen Vortrag zu ermöglichen. Eine überraschend große Zahl in Castlebar folgte der Einladung und zeigte sich an den Ursachen, die zum Bau der Berliner Mauer sowie des Eisernen Vorhangs, aber auch zu deren Niedergang führten, sehr interessiert. Die rigorose Teilung Europas während des Kalten Kriegs, die zu vielen tragischen Schicksalen führte, hat sich mittlerweile in weiten Teilen zu einem zwar schmalen, aber bezüglich Artenvielfalt sehr wertvollem Grünen Band entwickelt, welches Europas Flora und Fauna verbindet. Dennoch ist die ereignisreiche Geschichte entlang des ehemaligen Todesstreifens nicht zu Ende. Während die Regierungen der sozialistisch-kommunistischen Länder ihre eigene Bevölkerung einsperren mussten, befinden sich heute u.a. an der bulgarisch-griechischen sowie -türkischen Grenze erneut schwer bewachte Grenzzäune, um unkontrollierte illegale Einwanderung in die EU zu verhindern. Im Anschluss entspann sich eine rege Fragerunde, bei der auch einige Castlebarer über ihre Erfahrungen mit der innerdeutschen Grenze bzw. zum eingemauerten Berlin beitrugen. Darina Molloy bedankte sich bei Dagmar Wennmacher für den Vortrag mit dem von der Castlebar Library initiierten Buch „On The Way Out“ zum 100jährigen Bestehen der Bibliothek.
Dagmar Wennmacher übergab Darina Molloy eine Berlin-Tasche sowie für die Bibliothek je ein Buch in englischer Sprache zur Mauer und der Rolle Leipzigs im Wendeherbst 1989.

Neuer Vorstand beim Freundeskreis Höchstadt-Castlebar e.V.

Dies ist der neu gewählte Vorstand, der die Geschicke des Vereins in den kommenden 2 Jahren leiten wird:
1. Vorsitzender Gerald Brehm
2. Vorsitzender kraft seines Amtes als Bürgermeister Alexander Schulz
Kassier Sven Berwein (neu)
Schriftführer Helmut Dresel, stellvertretender Schriftführer Lorenz Niklas
Drei Beisitzer: Johannes Riegler, Katrin Uano, Christian Wennmacher
Kassenprüfer Bernd Ehrlicher und Axel Rogner
Ehrenvorsitzende: Dagmar Wennmacher

Ehrung des scheidenden Höchstadter Bürgermeisters Brehm in Castlebar

Während in Irland die Stadträte sich jährlich abwechseln mit dem Bürgermeisteramt und der sogenannte Cathaoirleach nur repräsentative Aufgaben inne hat, war Gerald Brehm für die Castlebarer seit Beginn der Städtepartnerschaft der “mayor forever”. Aus Anlass nach nun 30 Jahren Amtszeit und 25 Jahren Städtepartnerschaft gab es für den scheidenden Höchstadter Bürgermeister und seine Delegation am 17.04.2026 einen offiziellen Empfang in der Partnerstadt.

Der Castlebarer Cathaoirleach Al Mc Donnell überreicht Bürgermeister Gerald Brehm zur Würdigung seines städtepartnerschaftlichen Engagements die Ehrenurkunde. Bei diesem Empfang traf Brehm auch treue Weggefährten der ersten Stunde, nämlich John Condon und Paddy McGuinness.

Mit Blick auf die Zukunft der engen Partnerschaft zwischen Höchstadt und Castlebar pflanzten beide Bürgermeister bei strahlendem Sonnenschein eine Esche.

Connaught Telegraph interviewte Gerald Brehm

Während in Irland jedes Jahr ein anderes Mitglied des Town Council das Amt des Bürgermeisters übernimmt, kannten die Castlebarer drei Jahrzehnte lang nur einen Höchstadter Bürgermeister, nämlich Gerald Brehm. Mit den Kommunalwahlen am 8. März 2026 wird es nun einen Wechsel beim Höchstadter Rathauschef geben. Vom Connaught Telegraph wurde aus diesem Anlass der scheidende Bürgermeister Gerald Brehm interviewt.

Ehrenurkunde der Stadt Höchstadt a.d. Aisch für Anne Grohmann

Beim Neujahrsempfang am 11. Jan. 2026 überreichte Bürgermeister Gerald Brehm die Ehrenurkunde der Stadt Höchstadt a.d. Aisch an Anne Grohmann. Er würdigte in seiner Ansprache ihr seit Jahren bzw. seit Jahrzehnten großartiges Engagement für die Städtepartnerschaft mit Castlebar.

Die Pflege und Aufrechterhaltung der Partnerschaft mit Irland liegt ihr sehr am Herzen. In diesem Zusammenhang war sie nicht nur langjährige 2. Vorsitzende des Freundeskreis Höchstadt-Castlebar, sondern ist vor allem für die Organisation der monatlichen Englisch Stammtische zuverlässig verantwortlich.

Höchstadter Feuerwehr zum Training in Castlebar

Ende September hatten Mitglieder der Höchstadter Feuerwehr wieder die Gelegenheit mit und bei ihren irischen Kollegen vom County Mayo Fire Service Vorgehensweisen bei Einsätzen zu besprechen und neue Einsatzgeräte kennenzulernen.

Und gemeinsam meldeten sich die fränkischen und irischen Feuerwehrleute mit einer Liveschaltung nach Höchstadt, als die Castlebarer Delegation zum 25. Partnerschaftsjubiläum im Aischgrund war.

Delegation zu Gast im Aischgrund – 25 Jahre Städtepartnerschaft

Vom 26. – 28.09.2025 konnte Bürgermeister Gerald Brehm eine 5-köpfige Delegation aus der irischen Partnerstadt Castlebar im Höchstadt begrüßen. Für die beiden Councillors Harry Barrett und Donna Sheridan, die auch das Amt der Bürgermeisterin inne hat, sowie für David Mellett und Dwayne Jordan vom Castlebar Municipal District war dies der erste Besuch in der fränkischen Partnerstadt, während John Condon, als Mann der ersten Stunde, schon viele Male im Aischgrund zu Gast war.

Die irischen Gäste zeigten sich sehr interessiert bei der Tour durch Höchstadt, bei der Bürgermeister Brehm zahlreiche wichtige Projekte der letzten Jahrzehnte präsentierte und deren Entwicklung erklärte. Dieser erste Überblick mit seiner große Vielfalt an Objekten, die während Gerald Brehms fast 30-jährigen Amtszeit realisiert worden sind, beeindruckte die irischen Stadträte und Mitarbeiter der Castlebarer Stadtverwaltung.

Beim Karpfenland Aischgrund e.V. erfuhren die Castlebarer alles zur Geschichte der Karpfentradition, aber vor allem zum wichtigen Beitrag des Vereins für die Karpfenwirtschaft. Die erfolgreiche Vermarktung dieser traditionellen Delikatesse auch über den Aischgrund hinaus, der Markenschutz des Aischgründer Karpfens und die Förderung des Tourismus bis hin zum Ziel, die einzigartige Karpfenteichwirtschaft als UNESOC Weltkulturerbe anerkannte zu bekommen, sind Aufgaben, um die sich der Verein kümmert.

Während der Führung durch die oberen Stockwerke der Kulturfabrik unter der Leitung von Bernd Riehlein wünschten sich die Stadträte Donna Sheridan und Harry Barrett ebenfalls ein Gebäude mit einer derart herrlichen Aussicht über Castlebar. Inspiriert durch das Konzept dieses Kulturzentrums mit Musikräumen, Bibliothek, Kultursaal, Jugendclub und Volkshochschule entspann sich innerhalb der irischen Delegation eine Diskussion zu den Entwicklungsmöglichkeiten der ehemaligen Soldatenkaserne in Castlebar. Bereitwillig standen Gerald Brehm und Bernd Riehlein, als Leiter der Kulturfabrik, den irischen Gästen Rede und Antwort.

Besichtigung der Baustelle. Die neu sanierte Eishalle soll Mitte November eröffnet werden.
Zu Beginn des offiziellen gemeinsamen Abends im Aischblick gab es eine Live-Schaltung zum County Mayo Fire Service nach Castlebar, wo Tony Shevlin einige Feuerwehrler um sich versammelt hatte, um die besten Grüße zum 25. Städtepartnerschaftsjubiläum persönlich zu übersenden. Die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt pflegt schon seit über 20 Jahren einen regen Austausch mit der Mayo Fire Brigade. Bei jährlichen gemeinsamen Trainingsworkshops abwechselnd in Castlebar und Höchstadt arbeiten die Feuerwehrler auf hohem fachlichen Niveau eng zusammen, was für beide Seiten eine großartige Bereicherung darstellt.
Als besonders bedeutend in diesen politisch so prekären Zeiten, in denen das friedliche Miteinander durch zahlreiche Konflikte zerstört worden ist, erachten die beiden Bürgermeister Brehm und Sheridan das Kennenlernen und das auf Freundschaft basierende Miteinander der Jugendlichen. Tanya Fisher-Lehmann präsentierte mit drei ihrer Schülerinnen den regen Austausch zwischen Realschule und Davitt College. Beide Schulen bilden eine Erasmus- Partnerschaft, die mit Austauschen von Schülern und Lehrern sowie mit verschiedenen gemeinsamen Schülerprojekten aktiv und mit viel Herz gelebt wird.
Der Freundeskreis Höchstadt-Castlebar e.V. ist seit seiner Gründung 1999 ein wesentlicher Motor der Städtepartnerschaft. Die frühere Vorsitzende Dagmar Wennmacher zeigte eine umfangreiche Bilderpräsentation, in der sich jeder während des Essens einen Eindruck und Überblick verschaffen konnte über die enorm zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten zwischen Höchstadt und Castlebar, aber auch über die Vereinsaktivitäten. Die vielen geselligen Momente in freundschaftlichem Miteinander, die alle Beteiligten dabei erlebt haben, kommen in den Bildern deutlich zum Ausdruck.

Am Sonntag ließ es sich die Freiwillige Feuerwehr nicht nehmen, die irische Delegation zum Flughafen nach Nürnberg zu bringen.

Konzert der “The Henry Girls” in der Fortuna Kulturfabrik

THE HENRY GIRLS – A Time To Grow Konzert mit “THE HENRY GIRLS” war am Samstag, dem 03. Mai 2025 ein wirklich beeindruckendes Konzert der hervorragenden Musikerinnen aus Donegal! Die Zuschauer waren begeistert, vor allem von der Virtuosität der Harfespielerin! Ein wundervolles Event zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Höchstadt-Castlebar!

Im Jahr 2020 engagierte Spielraum Kultur schon einmal das irische Trio, aber leider fand das Konzert wegen der Corona Pandemie nicht statt. Nun holen wir es nach: beste Gelegenheit dazu ist das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft von Höchstadt und Castlebar. Spielraum Kultur kooperiert bei diesem Konzert mit dem Freundeskreis Höchstadt-Castlebar e.V.
Karen (Fiddle, Vocals), Lorna (Vocals, Akkordeon) und Joleen McLaughlin (Harfe, Piano, Vocals) sind in ihrer Heimat Malin, einem malerischen Städtchen auf der Inish Eoghain Halbinsel in Nord Donegal, schon von jeher als “The Henry Girls” bekannt. Keiner weiß so recht warum, aber irgendwie blieb der ungewöhnliche Name an den drei Schwestern (von insgesamt sieben!) haften. Früh schon bekamen die jungen Mädchen Unterricht und zu Hause war mehrstimmiges Singen traditionell an der Tagesordnung. Heute ist es ihr Markenzeichen.
Inzwischen gelten sie als eine der wegweisenden neuen Folkgruppen Irlands mit einem persönlichen Stil. Neben den traditionellen Klängen ihrer Heimat nahmen sie früh die modernen Varianten des Irish Folk und Pop wahr; etwa durch die legendäre Gruppe Clannad, ebenfalls aus Donegal, und die Corrs. Später wandten sie sich auch in Richtung USA, hin zum folkigen Americana Sound. Schon bald gehörten die Girls zu denen, die diese Folk- und Bluegrass-Richtungen wieder stärker mit den keltischen Wurzeln verbanden. Schon immer hatten sie ein Herz für die besondere Magie im Gesang legendärer echter Schwestern-Gesangsensembles wie den Boswell Sisters oder den Andrew Sisters und so entsteht diese einmalige, berührend intensive Melange aus Stilen und Stimmen.